woom erhält BEST WORKPLACE AWARD - woom HR-Chefin Valerie im Interview

Posted by Teresa Arrieta
HR managerin Valerie mit Urkunde

woom erhält BEST WORKPLACE AWARD - woom HR-Chefin Valerie im Interview

Posted by Teresa Arrieta
HR managerin Valerie mit Urkunde

Vergangene Woche haben Kununu, Europas führende Plattform für Arbeitgeberbewertungen, und der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) woom mit dem BEST WORKPLACE AWARD ausgezeichnet. Der Award beruht auf Abstimmungen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, er geht an Unternehmen, die “eine echte Wohlfühlatmosphäre” bieten, wie es heißt. Wir haben woom Personalchefin Valerie Ferencic befragt, wie woom ein angenehmes Arbeitsklima schafft.

 

Valerie, du leitest seit fast drei Jahren die HR-Abteilung bei woom, wieso lässt es sich hier gut arbeiten?

Ein wichtiger Faktor ist, dass wir ein Produkt herstellen, das Kinder glücklich macht — schon alleine deswegen ist es ein sinnstiftender Job, mit dem sich jeder hier gern identifiziert. Unsere Büroräumlichkeiten sind sehr offen gestaltet, es gibt Rückzugsmöglichkeiten, aber auch genug Platz, um sich mit anderen Woomsters informell auszutauschen. Dazu kommt, dass wir uns bei woom bemühen, ein herzliches und flexibles Arbeitsumfeld zu schaffen. Wir pflegen einen kollegialen und verständnisvollen Umgang miteinander, und das Wichtigste ist vielleicht: wir vertrauen einander.

 

Wie schafft ein Unternehmen ein solches Umfeld?

Die beiden woom Gründer Christian und Marcus sind ja begeisterte Radfahrer. Damit gehen bestimmte Werte einher, denn für sie bedeutet Radfahren auch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das spiegelt sich in ihrem Führungsstil wider, der unkompliziert, entspannt und wertschätzend ist. Sie sitzen mitten im Großraumbüro, sind jederzeit ansprechbar — ebenso unser neuer Geschäftsführer Guido Dohm. Die Passion fürs Radfahren eint uns. 

 

Wie ist der Arbeitsalltag bei woom?

Es ist uns ein Anliegen, möglichst viel Freiraum zu schaffen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu empowern, Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Dazu gehört, Fehler machen zu dürfen — und diese dann aber zu besprechen, um daraus zu lernen. Dafür braucht es Ehrlichkeit sowie den Wunsch, verantwortungsvoll zu handeln — das ist herausfordernd, aber man wächst daran.

 

Wie drückt sich die erwähnte Wertschätzung aus?

Beim Recruiting antworten wir so zeitnah wie möglich, bemühen uns um wertschätzenden Umgang mit jeder Bewerbung. Für neue Woomsters haben wir ein mehrtägiges Willkommens-Prozedere vorbereitet: mit sogenannten “onboarding”-Veranstaltungen, in denen sich die Abteilungen präsentieren, um woom rasch kennenlernen zu können. Es gibt dazu eine Welcome Box mit Unterlagen und Bürobedarf für den Start. Außerdem können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitszeit flexibel gestalten. Viele hier haben Kinder. Und Kinder gehen immer vor. Die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit nutzen weibliche Führungskräfte ebenso wie andere männliche Mitarbeiter. Wir haben einige Väterkarenzen und legen Wert darauf, dass dadurch niemandem ein Karrierenachteil erwächst. woom unterstützt auch Home Office: das war bei uns schon vor Corona so. Ganz allgemein sind wir davon überzeugt, dass Mitarbeitende besser arbeiten, wenn die Work-Life Balance passt. 

 

Die Corona-Zeit war (und ist) für viele Unternehmen eine Herausforderung: Wie hast du als HR-Verantwortliche die vielen komplizierten Corona-Vorgaben umgesetzt? 

Die anfängliche Unsicherheit hat sich gelegt. Die im März begonnene Kurzarbeit haben wir wegen der explodierenden Nachfrage bei woom bald wieder beenden können und später den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch finanziell abgegolten — eine wirklich großzügige Geste der Geschäftsführung. woom steht ja als Unternehmen auf soliden finanziellen Beinen, dadurch gab es nach dem Anfangs-Schreck wenig Anlass zur Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Wir haben während des Lockdowns den jeweiligen Status Quo möglichst transparent kommuniziert, so sind Vertrauen und Zuversicht erhalten geblieben. Digitale Meetings gab es bei uns immer schon, das haben wir noch mehr ausgebaut. Und unser Team ist weiter gewachsen: seit März 2020 haben wir 26 Personen eingestellt.

Wie definierst du deine Rolle als HR Leiterin? 

Am wichtigsten ist mir Loyalität den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber - diese muss ich natürlich auch der Geschäftsführung entgegenbringen, was oft eine Gratwanderung ist. Ich möchte jedem und jeder einzelnen das Gefühl geben, dass sie sich mit ihren Anliegen vertraulich an mich wenden können. Ich verstehe mich — wenn man so will - als “Chief Heart Officer” — das klingt vielleicht etwas technisch, aber für mich heißt das, die Ziele des Unternehmens mit den Bedürfnissen der Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Unser Team ist für uns das Wichtigste — ohne Woomster kein woom! 


Was sind deine nächsten Aufgaben?

Priorität hat für mich derzeit, die Kommunikation und den Zusammenhalt im Team zu stärken, da sich unser Personalstand jedes Jahr um ca. 50% erhöht hat. Wir wollen in Zukunft Talente und Führungskompetenzen noch stärker fördern und setzen bereits erste Schritte in diese Richtung.

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