Mountainbike und Stadt – Passt das zusammen?

Posted by Sarah Schwarz
Jugendlicher mit woom OFF am Donaukanal

Mountainbike und Stadt – Passt das zusammen?

Posted by Sarah Schwarz
Jugendlicher mit woom OFF am Donaukanal

Offroad und am Berg sind Mountainbikes in ihrem Element. Euer Nachwuchs will auch im Alltag nicht auf sein geliebtes Bike verzichten? Kein Problem!

Klar, Mountainbikes sind vor allem für den Einsatz auf grobem, losem Untergrund gebaut. Breite Profilreifen, stabiler Rahmen, Gangschaltung sowie in der Regel Scheibenbremsen und federnde Elemente machen MTBs zum idealen Gefährt für Abenteuer im Gelände. Aber auch im urbanen Raum und auf Asphalt spielen Mountainbikes ihre Stärken aus. Lest am besten selbst...

Die sportliche Geometrie von Mountainbikes sorgt für eine leicht nach vorne gebeugte Sitzposition. In dieser dynamischen Grundhaltung liegt der Körperschwerpunkt mittig über dem Tretlager, was einige physiologische Vorteile für euer Kind bringt:

  • Das Körpergewicht wird gut auf die drei Kontaktpunkte Lenker, Sattel und Pedale verteilt. Nacken, Schultern, Füße und Hände übernehmen mehr Stützarbeit als in einer sehr aufrechten Haltung, wodurch Rücken, Wirbelsäule und Gesäß entlastet werden.

  • Die Wirbelsäule wird auf längeren Fahrten geschont - sie sackt nicht so schnell zusammen, sondern behält ihre natürliche S-Form bei, in der sie am beweglichsten ist und auch Fahrbahnstöße optimal wegstecken kann. 

  • Euer Kind kann die Trittkraft solide auf die Pedale übertragen, vorausgesetzt der Sattel ist perfekt eingestellt.

  • Insgesamt ermüdet euer Kind nicht so schnell, weil viele verschiedene Muskelgruppen aktiv beansprucht werden. Somit könnt ihr gemeinsam längere Wege in der Stadt zurücklegen.

woom Mountainbike in der Stadt

Eine aufrechte Sitzposition ist doch viel bequemer, oder? Im ersten Moment, ja. Doch bedenkt, dass ihr beim Radfahren nicht statisch im Sattel sitzt wie auf einem Stuhl, sondern in Bewegung seid. Viele Muskeln werden beansprucht, um die wirkenden Kräfte auszugleichen und letztlich für Fahrkomfort zu sorgen. Bei einer sehr aufrechten Haltung lastet das Körpergewicht fast vollständig auf dem Gesäß. Die Rückenmuskulatur muss also die ganze Stabilisierungsarbeit übernehmen, um ein Zusammensacken der Wirbelsäule (Rundrücken bzw. Hohlkreuz) zu verhindern. Außerdem könnt ihr in dieser Haltung Schläge und Unebenheiten kaum abfedern, sodass diese direkt auf eure Wirbelsäule übertragen werden. Mit der Zeit kann das ziemlich unangenehm werden. Darum sind bequeme Stadträder, wie Hollandräder, eher für Kurzstrecken und im Flachen geeignet.

Straßenbahnschienen verlieren ihren Schrecken. Denn durch die größere Auflagefläche der breiten MTB-Reifen wird die Gefahr, dass euer Kind in die Rillen der Schienen einfädelt, minimiert. Auch mit Bordsteinkanten, Schlaglöchern und rutschigem Kopfsteinplaster nehmen es die breiten Patschen – und falls vorhanden eine Federgabel – locker auf. Übrigens, gerade bei Stadträdern könnt ihr auf eine teure und schwere Federgabel verzichten, denn durch die eher aufrechte Sitzposition lastet kaum Gewicht auf dem Lenker, sodass die Federung wenig bis gar nicht anspringt. Das gilt umso mehr für die leichtgewichtigen Kids.

Moderne Mountainbikes sind mit kraftvollen Scheibenbremsen ausgestattet – immerhin wird ihnen bei Abfahrten im Gelände richtig viel abverlangt. Diese Eigenschaft ist auch ein großer Vorteil im Straßenverkehr, wo schon mal unvorhersehbare Dinge passieren. Mit wenig Handkraft erzielt euer Kind maximale Bremswirkung – nur ein bis zwei Finger reichen, sogar für eine Vollbremsung. So hat euer Kind den Lenker mit den restlichen Fingern gut im Griff und behält sicher die Spur. Ein weiterer großer Pluspunkt: Auch bei nassen Fahrverhältnissen beweisen sich Scheibenbremsen als extrem verlässliche Begleiter.  

Vielleicht seid ihr in einer hügeligen Stadt zu Hause? Dann ist eine Schaltung super praktisch, um Höhenunterschiede zu überwinden. Mit dem richtigen Gang sind Anstiege ein Klacks und auch im Flachen geht’s lockerer voran. Achtet darauf, dass euer Kind im ebenen Gelände nicht mit einer zu niedrigen Frequenz, also in einem sehr hohen Gang, unterwegs ist. Denn bei einer höheren Trittfrequenz muss euer Kind weniger Kraft übertragen, was das in-die-Pedale-treten wesentlich leichter macht und gleichzeitig die Knie- und Fußgelenke sowie Sehnen und Muskeln schont. Übrigens, ergonomisch ist ein rundes und gleichmäßiges Treten mit zwischen 60-90 Umdrehungen pro Minute.
Das richtige Schalten will natürlich gelernt sein. Für Kids ist es oft gar nicht so leicht, rechtzeitig vor Anstiegen in einen niedrigen Gang zu wechseln – da kann ein kleiner Hügel schnell zum Mount Everest werden. Am besten übt ihr das Schalten vorab in einer gefahrlosen und ebenen Umgebung. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Jugendliches Mädchen am woom Mountainbike

WICHTIG! Zwei Dinge noch und dann kann’s schon losgehen:

  • Damit das Mountainbike zum urbanen Ganzjahresfahrzeug wird, müsst ihr es verkehrssicher machen. Die Offroader entsprechen nämlich in der Regel nicht den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung. Diese Ausstattungsmerkmale müsst ihr sehr wahrscheinlich nachrüsten: Klingel, Beleuchtung und Reflektoren.
    Mehr dazu findet ihr unter diesem Link: https://www.fahrradwien.at/tipps-und-regeln/das-richtige-rad/
    So werdet ihr zum Blickfang auf den Straßen
    : Reflektierende Aufkleber machen sichtbarer und richtig Spaß – euer Kind kann hier kreativ werden und sein Gefährt einzigartig stylen. Eine riesen Auswahl findet ihr zum Beispiel hier: https://www.mooxi-bike.de/
  • Vergesst auch nicht ein gutes Fahrradschloss, damit euer Kind nicht ungewollt von seinem treuen Begleiter getrennt wird. Hier gibt es große Unterschiede und die Investition in ein hochwertiges Schloss lohnt sich auf jeden Fall, denn billige Schlösser lassen sich in wenigen Sekunden knacken. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, verwendet am besten zwei Schlösser unterschiedlicher Bauart.

Kinder mit woom Mountainbikes

Los geht’s, schnappt euch euer MTB und wir sehen uns dann in der Stadt!

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