Mit Kind und Rad im Straßenverkehr – Vorbereitung ist alles!

Posted by Sarah Schwarz
woom Produktfoto Ampel

Mit Kind und Rad im Straßenverkehr – Vorbereitung ist alles!

Posted by Sarah Schwarz
woom Produktfoto Ampel

Euer Kind ist motorisch richtig geschickt und flitzt auf dem Fahrrad über den Spielplatz und durch den Garten? Das ist großartig und eine der Grundvoraussetzungen für die Teilnahme am Straßenverkehr.

Die erste gemeinsame Fahrt im Straßenverkehr ist ganz schön aufregend. Euer Kind muss verschiedene Bewegungsabläufe koordinieren und sie im richtigen Moment einsetzen. Gute Vorbereitung ist daher das A und O, damit ihr gemeinsam sicher unterwegs seid. Worauf es ankommt, findet ihr in unserem kleinen Ratgeber:

 

Hardware: Sicherheit beginnt beim Fahrrad und der Ausrüstung!

  • Überprüft, ob der Sattel so eingestellt ist, dass euer Kind den Boden mit den Füßen gut erreicht.

  • Nehmt das Fahrrad regelmäßig auf den Prüfstand: Sind alle Schrauben fest, haben die Reifen genug Luft und funktionieren die Bremsen und die Beleuchtung.

  • Niemals ohne Helm! Kopfverletzungen zählen zu den häufigsten Folgen von Radunfällen. Am besten fahrt ihr hier mit gutem Beispiel voraus.

  • Kinder haben eine geringere Körpergröße und sitzen tiefer, darum müsst ihr euren Spross so sichtbar wie möglich machen. Neben der vorgeschriebenen Beleuchtung am Rad sind eine Bekleidung in auffälligen Farben sowie Sicherheitsreflektoren an Helm und Kleidung sinnvoll. Auch eine Klingel ist Pflicht und hilft eurem Kind, auf sich aufmerksam zu machen.

 

Verkehrsvorschriften:

Die wichtigsten Verkehrsschilder, zum Beispiel Stopp- und Vorfahrtschild, sind einfach zu erklären und sollte euer Kind jedenfalls kennen lernen.
Das richtige Verhalten solltet ihr auch vorab üben – dazu sucht ihr am besten eine möglichst gefahrenlose Umgebung, etwa eine verkehrsberuhige Zone, auf und spielt konkrete Situationen mit dem Rad durch:

  • rechts und links abbiegen mit deutlichem Handzeichen

  • Verhalten an ungeregelten Kreuzungen: rechtzeitig bremsen und stehen bleiben

  • Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern: Schulterblick, Blickkontakt

  • Schwierige Stellen: Hindernissen ausweichen und an parkenden Autos vorbeifahren

Ihr könnt auch ein Spiel daraus machen:

  • Punktgenaues Bremsen sollte gut sitzen. Markiert dazu eine Stelle am Boden, an der euer Kind zum Stillstand kommen sollte.

  • Euer Kind ruft bei jeder Kreuzung: „Ich schaue nach rechts und nach links!“

  • Übt das Umschauen für den Schulterblick, indem ihr eine Zahl mit den Fingern deutet während euer Kind an euch vorbeifährt. Euer Nachwuchs versucht die Zahl zu erblicken und sie euch zuzurufen.

  • Ihr schlüpft in die Rolle eures Kindes und es beobachtet euch beim Fahren. Baut ruhig einen Fehler ein, denn euer Spross wird sich mächtig freuen, euch darauf hinzuweisen.

Generell gilt: Wiederholen, wiederholen, wiederholen bis sich euer Kind das richtige Verhalten verinnerlicht hat. 

Richtige Route: Wählt vorab eine geeignete Strecke aus und beachtet dabei, dass die kürzeste Route keinesfalls die beste sein muss. Ein kleiner Umweg kann das Radfahren gleich viel sicherer und entspannter machen, wenn dort weniger Verkehr herrscht und ihr keine großen Kreuzungen überqueren müsst. Als Einstieg in die Verkehrsrealität bietet sich jedenfalls eine nicht zu lange oder bekannte Strecke, wie der Weg zur Schule, sehr gut an. Übrigens fördert Bewegung in der Früh die Konzentrationsfähigkeit eures Kindes :)

 

Begleitung: Wer fährt voraus?

  • Es ist natürlich günstig, wenn ihr im Straßenverkehr mit eurem Kind zu zweit unterwegs seid, gerade bei den ersten Fahrten. Euer Kind fährt in der Mitte und kann alles vom vorderen Begleiter abschauen. Zudem hat der hintere Erwachsene den Spross stets schön im Blick.

  • Oft werdet ihr aber auch alleine mit eurem Kind fahren – dann ist es grundsätzlich empfehlenswert, dass euer Nachwuchs auf bekannten Routen vorausfährt. Seid stets möglichst nah bei eurem Kind, um es gut im Auge zu haben und rechtzeitig Hinweise geben zu können, etwa wenn es vor einem Hindernis anhalten soll.

  • Auf unbekannten oder verkehrsreichen Abschnitten ist es besser, wenn ihr vorfahrt.

Denkt immer an eure Vorbildfunktion. In neuen Situationen ist für Kinder ein Vorbild wichtig, von dem sie sich das richtige Verhalten abschauen und nachmachen können. Erklärt eurem Nachwuchs nicht nur die Verkehrsregeln, sondern lebt sie auch vor.
Werft auch einen Blick in die Straßenverkehrsordnung eures Land. Dort findet ihr alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen, unter anderem darüber, wie ein Fahrrad ausgestattet sein muss und ab wann beziehungsweise unter welchen Voraussetzungen euer Kind alleine auf der Straße fahren darf.

Comments: