Kinderrad kaufen – Neu oder gebraucht?

Posted by Sarah Schwarz
woom Fahrrad in der Lagerhalle

Kinderrad kaufen – Neu oder gebraucht?

Posted by Sarah Schwarz
woom Fahrrad in der Lagerhalle

Kein Kratzer im Lack, frische Reifen und Bremszüge, die Kette glänzt – so unwiderstehlich ist ein neues Fahrrad. Daneben das gebrauchte Rad mit etwas Schmutz auf der Kette und kleinen Rostkappen auf den Schrauben – immerhin hat es schon einige Kilometer auf dem Buckel.

Vielleicht seid ihr gerade auf der Suche nach einem Fahrrad für euer Kind und noch unschlüssig, ob es ein neues werden soll oder es auch ein gebrauchtes noch tut. Um euch eine kleine Hilfestellung zu geben, haben wir uns die Vor- und Nachteile von neuen und gebrauchten Kinderrädern angeschaut und haben auch ein paar Tipps, was ihr beim Kauf eines gebrauchten Kinderrades beachten solltet.

 

Neu ist neu

Der Kauf eines neuen Kinderrades ist schon ein besonderer Moment, für euch und euer Kind. Egal ob online oder beim Fachhändler, diese Plus- und Minuspunkte bringt euch ein neues Rad:

An erster Stelle ist ein neues Rad natürlich top in Schuss. Als Eltern habt ihr die Sicherheit, dass euer Kind mit einem verlässlichen Begleiter unterwegs ist.

+ Solltet ihr später doch einen Defekt feststellen, der auf einen Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe zurückzuführen ist, profitiert ihr von einer Garantie bzw. gesetzlichen Gewährleistung und könnt das Rad innerhalb eines bestimmten Zeitraums zurückgeben oder umtauschen.

+ Euch steht ein umfassendes Angebot zur Verfügung, das bedeutet ihr müsst keine Kompromisse in puncto Größe und – meist wichtiger für die Kids – Farbe machen.

+ Eine kompetente Beratung im Fachgeschäft ist unersetzbar, wenn ihr beispielsweise wenig Vorwissen habt oder einfach noch unschlüssig seid, welches Fahrrad das richtige für euer Kind ist. Der Fachhändler erkennt ruckzuck, ob das Fahrrad deinem Kind passt und hat garantiert auch viele nützliche Tipps für euch.

Last but not least: Stellt euch mal die leuchtenden Kinderaugen vor, wenn ihr das neue Fahrrad beim Fachhändler aussucht oder es geliefert wird und euer Kind vor dem XXL-Karton steht.

–    All diese Vorteile kommen natürlich mit einem höheren Preis. Aber vielleicht werdet ihr ja selbst zum Verkäufer auf einer Kleinanzeigen-Plattform – ein gut gepflegtes, hochwertiges Fahrrad wie unsere woom bikes könnt ihr um einen guten Preis weiterverkaufen und so kriegt ihr einen Teil des Neupreises wieder rein.

 

Gebraucht ist günstiger

Bestimmt habt ihr auch schon mal nach eurem Wunschobjekt in Online-Marktplätze oder am Flohmarkt gestöbert und vielleicht sogar einen richtigen Glücksgriff gemacht? Vom Pedal bis zum ganzen Fahrrad – das Angebot an Gebrauchtteilen und -rädern ist riesengroß. Welche Vor- und Nachteile birgt nun aber der Kauf eines gebrauchten Kinderrädern?

+ Zunächst ist ein gebrauchtes Kinderrad natürlich günstiger, zumindest in der Anschaffung. Zudem habt ihr auf Online-Marktplätzen eine gute Vergleichsmöglichkeit und könnt bei etwaigen Mängeln am Rad den Preis vielleicht noch ein wenig nach unten handeln.

+ Mit etwas Glück findet ihr ein gut gepflegtes oder sogar fast unbenütztes Fahrrad in der richtigen Größe und Farbe. Mit noch mehr Glück bietet es ein Fachhändler an – der Vorteil? Dort erhaltet ihr eine kostenlose Beratung und meist auch Garantie.

+ Bastler kommen auf ihre Kosten. Seid ihr handwerklich geschickt und schraubt gerne selbst an euren Rädern, dann kann auch ein Fahrrad in nicht so gutem Zustand eine Option für euch sein. Ohne Vorwissen würden wir aber stark davon abraten, denn die Sicherheit eures Kindes geht klar vor!

+ Stellt euch vor, euer Kind hat schon sein Traum-Fahrrad auf den Wunschzettel gemalt, nur leider ist es überall ausverkauft. Ein Blick in die Gefilde der Kleinanzeigen kann sich lohnen!

+ Als radelnde Stadtbewohner seid ihr vielleicht auch schon mal Opfer von Fahrraddiebstahl geworden. Der Verlust eines günstigen Gebrauchtrades kann – zumindest für euch Eltern – leichter zu verdauen sein.

Einige Gebrauchsspuren und Verschleiß, wie Kratzer im Lack, ein abgefahrenes Profil und eine schmutzige Kette sind zu erwarten. Je nachdem, wie gut der Vorbesitzer sein zweirädriges Gefährt gehegt und gepflegt hat, sind weitere Mängel möglich: Wurde das Fahrrad beispielsweise in einer feuchten Umgebung gelagert oder hat es keine regelmäßige Ölkur bekommen, müsst ihr auch mit Rost an der Kette und anderen Bauteilen rechnen. Hier spielt aber auch die Qualität der verbauten Komponenten mit rein.

  Gekauft ist gekauft. In der Regel werden Gewährleistung und Widerrufsrecht von Privatverkäufern explizit ausgeschlossen. Zudem liegt es am Käufer zu beweisen, dass das Fahrrad nicht so aussieht wie im Inserat angegeben. Seid euch bewusst, dass es im Falle eines Mangels, also wenn nach den ersten getretenen Kilometern Defekte auftreten, kaum möglich ist, das Fahrrad zurückzugeben.

  Ein Defekt bedeutet meist, dass ihr die Werkstatt aufsuchen müsst. Bei einem billigen Gebrauchtrad können die Kosten für die Reparatur selbst sehr schnell den Wert des Fahrrads übersteigen.

  Bei einem Privatanbieter bekommt ihr natürlich keine professionelle Beratung. Umso besser solltet ihr euch vorab informieren, was ein kindgerechtes Fahrrad ausmacht.

  Eine einfache Bestellung mit Versand durch einen Privatverkäufer ist eher die Ausnahme, wobei es ohnehin keine gute Idee ist, ein gebrauchtes Fahrrad ohne Besichtigung zu kaufen, wie ihr gleich erfahren werdet. Unter Umständen müsst ihr dann eine kleine Reise zur Besichtigung des Fahrrads machen – natürlich ohne Garantie, dass es eurem Nachwuchs auch wirklich passt.

So groß das Angebot und so verlockend die teilweise niedrigen Preise sein mögen, auch bei einem gebrauchten Fahrrad ist es das Allerwichtigste, dass es perfekt zu eurem Kind passt. Sonst ist es am Ende nicht mehr als eine günstige Kompromisslösung, mit der euer Kind wenig Freude haben wird, darum…

 

…ab auf den Prüfstand!

Ihr seid auf eine vielversprechende Anzeige gestoßen und euer Kind kann es kaum erwarten, das neue Gefährt abzuholen? Vereinbart auf jeden Fall einen Besichtigungstermin, um das Fahrrad vor dem Kauf genau unter die Lupe nehmen zu können. Ideal ist natürlich, wenn ihr eine Person mit zur Besichtigung nehmt, die sich mit Fahrrädern auskennt. Darauf solltet ihr achten:

  • Überzeugt euch, ob das Kinderrad den Bildern und der Beschreibung in der Anzeige entspricht.

  • Das Fahrrad sollte sauber sein, damit ihr Schäden besser aufspüren könnt. Wenn das Rad nicht mal für die Besichtigung geputzt wurde, ist das kein gutes Zeichen. Der Besitzer wird es vermutlich auch vorher nicht so gut gepflegt haben.

  • Ganz wichtig ist der Rahmen – er sollte keine Risse haben, achtet insbesondere auf die Schweißnähte. Prüft den Zustand der Felge auf Rost, Rillen und Schleifspuren. Denn Reparaturen an Rahmen und Felgen können schnell teuer werden.

  • Zu einem Gesamt-Check gehört auch eine Probefahrt. So seht ihr einerseits, ob das Fahrrad eurem Kind auch wirklich passt und euer Kind kann andererseits die Funktionsfähigkeit testen:

    • Kontrolliert den Druckpunkt der Bremsen und die Bremskraft. Schleifen die Bremsbeläge oder sind sie schon stark abgefahren?

    • Sofern vorhanden, testet die Gangschaltung und Federung. Rasten die Gänge sauber ein? Federt die Federgabel ungehindert ein und zügig aus? Funktioniert die möglicherweise vorhandene Lockout Funktion?

    • Hört genau hin, ob beispielsweise die Kurbel oder Naben auffällige Geräusche machen.

Findet ihr echte Schäden am Fahrrad, solltet ihr lieber die Finger davon lassen und weitersuchen, um kostspielige Reparaturen zu vermeiden.

Gesucht, gefunden? Jetzt interessiert uns natürlich, wie ihr zuletzt das perfekte Fahrrad für euer Kind gefunden habt?

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